Ishmael
Anfänger
Dabei seit: 14.08.2009
Beiträge: 8
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| Plötzliche Unterzuckerung - wie vorbeugen? |
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Liebes Forum,
mich würden Eure Meinungen und Erfahrungen zum Thema Unterzuckerung interessieren. Meine Schwiegermutter (über 70) ist seit gut 15 Jahren Diabetikerin und spritzt Insulin. Sie kommt auch eigentlich gut damit klar, allerdings haben mein Mann und ich den Eindruck, dass es ihr in letzter Zeit sehr oft passiert, dass sie plötzlich - ohne, dass sie es merkt - in eine Unterzuckerung kommt. Es ist ihr z.B. passiert, dass sie in einem Bus saß und nicht aussteigen konnte, weil sie zu verwirrt war; an der Endstation hat der Fahrer sie dann angesprochen und die Polizei gerufen.
Letzte Woche hat sie uns spät abends angerufen und war auch ziemlich verwirrt (konnte sich später auch nicht mehr dran erinnern, dass sie uns angerufen hatte) -- wenn sie das nicht so unterbewußt gemacht hätte, wäre sie wahrscheinlich die ganze Nacht über unbehandelt geblieben.
Sie lebt alleine in einer Wohnung und ist eigentlich so noch recht fit und kann auf jeden Fall alleine für sich sorgen. Wir wissen aber nicht, wie wir mit der Situation umgehen sollen. Sie erkennt offenbar die Warnzeichen einer Unterzuckerung nicht (mehr). Wir fragen uns jetzt, was wir machen können, um sie vielleicht doch noch mal dafür zu sensibilisieren -- ob wir z.B. Verhaltensregeln mit ihr aufstellen können (noch öfter messen? Uns abends immer noch mal anrufen, damit wir wissen, dass alles OK ist?), die ihr und uns helfen, die Situation zu verbessern.
Sie hat schon viele Diabetiker-Schulungen gemacht und wird wohl jetzt auch noch einmal eine machen, ich bin aber nicht sicher, ob das wirklich eine Verbesserung bringt.
Wenn Ihr Tipps oder Anregungen habt, wie wir die Situation vielleicht verbessern können, wäre ich sehr dankbar!
Vielen Dank im Voraus,
Astrid
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14.08.2009 09:34 |
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Ishmael
Anfänger
Dabei seit: 14.08.2009
Beiträge: 8
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Hallo Zucchero,
danke für den Hinweis mit dem Hypowahrnehmungstraining -- ich werde sie mal fragen, ob sie das schon Mal gemacht hat. Sie spricht immer von Schulungen, die sie macht, aber ob die dieses Training beinhalten, weiß ich nicht.
Wie die Messwerte sind, muss ich ebenfalls erfragen. Sie hat auf jeden Fall das Gefühl, dass der Diabetologe sie nicht richtig ernst nimmt, aber es ist auch schwierig, diese Informationen aus ihr raus zu bekommen (sie möchte das eben alleine hinbekommen und niemandem "zur Last fallen").
Bislang hat das ja auch ganz gut geklappt (daher bin ich in die Materie wie Meßwerte und so im Detail auch noch gar nicht so eingestiegen - es ging halt bisher), aber nun müssen wir sie glaube ich dazu bringen, mehr Hilfe anzunehmen von uns.
| Zitat: |
Original von Zucchero
Ist Sie Typ 1 oder 2 ?
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Typ 2.
Alkohol trinkt sie eigentlich so gut wie nie.
Danke schon Mal für Deine Hinweise und Anregungen -- das Hypowahrnehmungstraining werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen!
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14.08.2009 11:28 |
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Ishmael
Anfänger
Dabei seit: 14.08.2009
Beiträge: 8
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Ich muss gestehen, dass ich den Wert nicht kenne -- ich weiß aber, dass er sonst tendenziell eher hoch war. Werde auch das mal rausfinden. Ist auch ein guter Tipp an einen Laien wie mich.
Ich habe mich halt mit dem Thema bislang nicht so sehr beschäftigt, weil sie uns immer ganz klar signalisiert hat, dass alles OK ist und sie gut klar kommt.
| Zitat: |
Original von Fotomoment
...und seit wann hat sie denn die Probleme der geringeren Wahrnehmung? Aus Deinen Aussagen habe ich gelesen, dass es sich verschlechtert hat. |
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Also, nach unserem Empfinden hat sich die Situation im Laufe des letzten dreiviertel Jahres schleichend verschlechtert. Die schwereren Hypos, bei denen sie zwar bei Bewußtsein, aber schon sehr verwirrt war, sind in den letzten 4-6 Monaten aufgetreten. Vorher eigentlich nie, wenn ich mich recht erinnere. Bei der letzten, wo sie uns noch angerufen hatte, war der letzte gemessene Wert so um die 64. Das ist doch eigentlich noch gar nicht so sehr niedrig, oder? Allerdings hat sie dann noch ca. 1 Std nur gesessen, bis sie uns angerufen hat, weil sie nicht wußte, was sie eigentlich da am Tisch, wo sie saß, macht . Nachdem sie so einen Glucosesirup und ein Vollkornbrot mit Käse und ein Glas Saft intus hatte, war der Zucker dann 160.
@Zucchero: Ja, wir werden auf jeden Fall vorsichtig auf sie zugehen, damit sie nicht das Gefühl hat, wir wollen sie plötzlich auf Schritt und Tritt kontrollieren.
Und Danke, Brummbär 
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ishmael am 14.08.2009 14:34.
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14.08.2009 14:33 |
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Ishmael
Anfänger
Dabei seit: 14.08.2009
Beiträge: 8
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| Zitat: |
Original von Zucchero
unterzucker ist ein wert von 64 eigentlich noch nicht.
wenn sie aber eine stunde vorher 64 misst, warum nimmt sie dann nichts zu sich, um nicht weiter abzusinken ?
da war sie doch noch bei vollem bewusstsein oder ? |
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Also, sie war bei Bewußtsein, aber eben anscheinend nicht mehr in der Lage aufszustehen und Traubenzucker zu nehmen oder so. Sie sagte, sie habe die ganze Zeit vor dem Buch gesessen, in das sie die Werte einträgt und wußte halt gar nicht mehr, warum sie da sitzt und was los ist. Da war sie also schon irgendwie so durch den Wind, dass sie nicht mehr richtig reagieren konnte. Und irgendwann nach einer Stunde ist sie dann - ohne, dass sie sich hinterher dran erinnern konnte - zum Telefon und hat uns angerufen, aber eben auch nur verwirrt gesprochen, so dass wir sofort hin sind (sind nur ein paar Min von uns aus).
Nachdem sie die Kohlenhydrate zu sich genommen hatte, ging es innerhalb von 10 min besser.
Vielleicht hatte sie auch nicht richtig gemessen 
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14.08.2009 18:10 |
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Ishmael
Anfänger
Dabei seit: 14.08.2009
Beiträge: 8
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Hm, also nun haben wir mit meiner Schwiegermutter gesprochen und das war einerseits gut, andererseits haben wir jetzt immer noch nicht alle Infos, die Ihr hier so erfragt hattet -- irgendwie wollten wir dann nicht so extrem bei allem nachbohren.
Ihr Zielzuckerwert ist jedenfalls 120. Sie hat in letzter Zeit Probleme, diesen zu erreichen, d.h. sie bleibt meistens eher darunter (max. 100) und der Zuckerwert sinkt dann oft schnell wieder ab.
Bezüglich des Tags der Unterzuckerung sagte sie, dass sie noch einmal nachgesehen hätte, wie sie gespritzt und gemessen hätte, und dass sie da auf jeden Fall keinen Fehler gemacht habe.
Sie hat außerdem nun schon von selber seitdem öfters gemessen als sonst -- 6-7 Mal am Tag.
Nächste Woche Montag geht sie zu ihrem Hausarzt, der sie behandelt. Beim Diabetologen ist sie, wie wir jetzt erfahren haben, nur in größeren Abständen mal. Eigentlich läuft die Behandlung primär über den Hausarzt, und ab und zu geht sie dann zum Diabetologen. Letzterer wollte sie wohl nicht komplett als Patientin übernehmen (Begründung: er wolle dem Kollegen nicht die Patienten ausspannen... X( )
Leider sind wir nun nächsten Montag im Ausland, so dass wir nicht mit zum Arzt gehen können. Wir haben aber vereinbart, dass, wenn es aus ihrer Sicht dort nicht zufrieden stellend läuft (sie möchte noch einmal eine Woche in eine Klinik zum durchmessen und ggf. neu einstellen), wir zusammen mit ihr einen weiteren Termin machen und dann versuchen, da etwas mehr "Druck" zu machen, wenn nötig.
Ich glaube, insgesamt haben wir ihr ganz gut rüber gebracht, dass wir uns Sorgen machen, und dass es gut ist, wenn wir das Ganze zusammen angehen -- dass es also nicht darum geht, sie zu kontrollieren, sondern das mit ihr zusammen zu managen, damit sie ihre Selbstständigkeit erhalten kann.
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17.08.2009 08:35 |
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Ishmael
Anfänger
Dabei seit: 14.08.2009
Beiträge: 8
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Original von Prinzess
leider hast du nicht geschrieben wie weit die werte absinken!!
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Wie Zucchero sagt (obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ich es wirklich geschrieben hatte) sind die Werte in den letzten Wochen tatsächlich einige Male unter 50 gesunken Ihr Problem ist halt auch, dass das in letzter Zeit in für sie unberechenbarer Weise passiert, d.h. der Zucker ist auf einmal total niedrig, obwohl sie damit nicht gerechnet hat in der Situation.
| Zitat: |
Original von Prinzess
zum arzt würde ich auf jeden fall nochmal selbst mit ihr gehen und auch zum diabetologen um mit denen zu sprechen wo sie dabei ist,sie wird nicht nein sagen wenn ihr ihr sagt das ihr euch gern über diabetis informieren würdet und was ihr machen könnt wenn sowas wieder passiert. |
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Ja, das haben wir ihr auch gut vermittelt, glaube ich.
| Zitat: |
Original von Zucchero
hba1c ist ja immer gut und schön.
der kann aber auch wenn er sehr gut ist bedeuten, das der zucker mal sehr hoch und mal sehr niedrig ist.
von einer guten einstellung kann man dann nicht sprechen. den hausarzt kann man sich als dabetiker eigentlich sparen. der diabetologe ist der arzt der ersten wahl. er macht ja auch die erforderlich untersuchungen ein paar mal im jahr. und hausärzte sind halt mal keine zuckerspezialisten! |
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Danke, dass Du meinen Eindruck da bestätigst. Da werden wir auf jeden Fall am Ball bleiben und wenn es sein muss, halt auch einen neuen Diabetologen suchen, wenn dieser nicht bereit ist, die Behandlung komplett zu übernehmen.
Ihr habt mir alle sehr weitergeholfen mit Euren Überlegungen und Anregungen! Danke!
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17.08.2009 12:24 |
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